Staatliches
Internat Max Reger
mit Seminar für weiterführende Schulen seit 1880

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Geschichte

Internat Max Reger – Internat mit Tradition

Das Internat Max Reger hat seinen Ursprung in der „Königlichen Lehrerbildungsanstalt Amberg“, die auf Erlass des bayerischen Königs Ludwig II. im Jahre 1880 mit einem feierlichen Gründungskat eröffnet worden ist. Die Einsetzung des Lehrerseminars war im Kontext des Kulturkampfs im Deutschen Kaiserreich eine von vielen Maßnahmen des Königshauses, dem Liberalismus in der als konservativ geltenden Oberpfalz eine Pflanzstätte zu errichten. Bereits im ersten Schuljahr nahm das an die Lehrerbildungsanstalt angeschlossene Schülerheim 140 Zöglinge auf. 1887 besuchte Prinzregent Luitpold das Schülerheim, um sich von der „Qualität“ der Bildungsanstalt zu überzeugen: „Kgl. Hoheit geruhten, von der Einrichtung der Wohn- und Schlafräume Allergnädigst Kenntnis zu nehmen [...] und über Haltung und Aussehen der Schüler Höchstihre Befriedigung auszusprechen“ – so erinnert stolz der damalige Jahresbericht an dieses Ereignis.

Nach den wechselvollen Jahren vor, zwischen und nach den beiden Weltkriegen begann 1957 eine völlig neue Phase in der Geschichte von Schule und Internat. Das Institut für Lehrerbildung verließ das Gebäude und die Schule änderte ihren Namen in „Deutsches Gymnasium mit Schülerheim“. Das Besondere an dieser Schule war die verstärkte Betonung des Faches Deutsch und die Pflege der musischen Fächer – eine Profilierung, die das Gymnasium bis heute beibehalten hat. 1961 wurde das Schülerheim zu einem Doppelheim für Mädchen und Buben erweitert. Im Schuljahr 1965/66 erhielt die Schule die Genehmigung des Kultusministeriums, den Namen „Max-Reger-Gymnasium – Musisches Gymnasiums – Staatliche Heimschule“ zu führen, benannt nach dem Oberpfälzer Komponisten Max Reger (1873-1916), der als 16-Jähriger an der „Königlichen Lehrerbildungsanstalt“ im Juli 1889 die Aufnahmeprüfungen als Erster mit Note 1 in allen Fächern bestand.
 
Der langen Tradition des Internats Max Reger steht doch ein erheblicher Wandel in der Idee dessen gegenüber, was Bildung und Erziehung in einem Internat ausmacht. In der „Disciplinar-Satzung“ des Schülerheims aus dem Jahre 1880 hieß es noch: „Dem Vorstande und den Lehrern der Anstalt insbesondere sind die Zöglinge Gehorsam und Hochachtung schuldig.“ – Angepasstes Verhalten und obrigkeitsstaatliches Denken standen im Vordergrund.

Ziel unseres heutigen pädagogischen Handelns ist die umfassende Bildung der Schülerinnen und Schüler zur Verwirklichung ihres individuellen Anspruchs auf ein sinnvoll gelingendes Leben. In einer altersgemäßen Lern- und Lebenskultur, die getragen ist von einem Klima emotionaler Geborgenheit, begleiten wir die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg zur Selbstbestimmung. In einer starken Gemeinschaft fördern wir die Entwicklung der Mädchen und Buben zu Persönlichkeiten, die fähig und willens sind, als verantwortungsfreudige, tolerante, sich selbst bejahende Mitglieder einer demokratischen und humanen Kultur zu leben.